Wirtschaftsfaktor Austrian Alpine Open: Deutliche Effekte für Tourismus, regionale Wertschöpfung und Steuereinnahmen
- vor 42 Minuten
- 3 Min. Lesezeit

Mit einem Gesamtbudget von mehr als 5,5 Millionen Euro zählen die Austrian Alpine Open 2026 presented by Kitzbühel-Tirol zu den wirtschaftlich bedeutendsten Sportveranstaltungen im österreichischen Frühjahrs- und Sommertourismus. Rund 80 Prozent der Einnahmen werden aus privaten Sponsorbeiträgen und dem Ticketing getragen. Für den Standort Kitzbühel und den heimischen Tourismus ergeben sich laut einer Studie substanzielle direkte und indirekte Effekte.
Das Turnier der DP World Tour findet von 28. bis 31. Mai 2026 Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith statt. Publikum anlocken werden unter anderem Österreichs-Golf-Superstar Sepp Straka, und weitere heimische Topspieler wie Bernd Wiesberger und Lokalmatador Maximilian Steinlechner. Aber auch die deutschen Golf-Asse Nicolai von Dellingshausen (Titelverteidiger), Freddy Schott (Sieger der Bahrain Championship 2026) und Marcel Siem.
Nächtigungen und zusätzliche Umsätze
Eine Studie der Ennemoser Wirtschaftsberatung in Innsbruck geht von 36.000 zusätzlichen Nächtigungen im Zusammenhang mit dem Event aus. In Beherbergung und Gastronomie werden demnach 7,8 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz generiert. Hinzu kommen 1,7 Millionen Euro Umsatz durch Tagesgäste.
Einen unmittelbaren Beitrag leistet auch die Tour-Organisation selbst: Spieler, Caddies, TV Crews, Tour-Mitarbeiter und Turnier-Personal bringen insgesamt knapp 1.000 Personen für jeweils zumindest sechs Nächte nach Kitzbühel. Das entspricht mindestens 5.500 Nächtigungen, die direkt dem Event zuzurechnen sind.
Wertschöpfung, Steuern und internationale Sichtbarkeit
Die inländische Wertschöpfung wird mit fast 11 Millionen Euro beziffert. Das generierte Steueraufkommen liegt laut Studie bei rund 8 Millionen Euro. Allein die österreichische Quellensteuer (Withholding Tax) auf das Gesamtpreisgeld von rund 2,5 Millionen Euro beträgt etwa 440.000 Euro.
Hinzu kommt der internationale Medienwert des Turniers. Für die weltweite Berichterstattung und Sichtbarkeit des Events wurde ein Werbewert von 55 Millionen Euro errechnet. Damit wirkt das Turnier nicht nur als touristischer Nachfrageimpuls vor Ort, sondern auch als internationales Schaufenster für den Standort Tirol.
Golf als wirtschaftlich relevante Reiseform
Aus Sicht des Tourismusmarketings trifft das Turnier auf eine klar definierte und ausgabestarke Zielgruppe. Weltweit gibt es rund 67 Millionen Golfspieler. Rund 30 Prozent davon unternehmen mindestens einmal pro Jahr einen reinen Golfurlaub. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei vier Tagen, die durchschnittlichen Gesamtausgaben in der Destination bei 1.606 Euro pro Gast. Das liegt rund 40 Prozent über den Ausgaben eines durchschnittlichen Sommergastes.
Zudem spielt etwa die Hälfte aller Golfspieler weltweit während eines Urlaubs zumindest eine Runde Golf. Für alpine Destinationen mit qualitativ hochwertigem Angebot bedeutet das ein erhebliches Potenzial, um zusätzliche Nachfrage in der Vorsaison und in tourismusstarken Nebensaisonen zu generieren.
Zielgruppenstrategie mit Fokus auf den DACH-Raum
Bei den Austrian Alpine Open 2026 liegt ein besonderer Fokus auf für den deutschsprachigen Markt relevante Zielgruppen. Mit Nicolai von Dellingshausen hat der Sieger des Vorjahres seine Teilnahme bereits bestätigt. Freddy Schott kommt als aktueller Gewinner der Bahrain Championship nach Kitzbühel. Ebenfalls frühzeitig zugesagt hat Marcel Siem.
Aus österreichischer Sicht steht die heimische Präsenz ebenfalls im Mittelpunkt. Mit Sepp Straka, Österreichs derzeit prominentestem Golfer, erhält das Turnier zusätzliche internationale Aufmerksamkeit. Mit seiner Teilnahme gibt der Superstar sein lang ersehntes Heimspiel. Ergänzt wird das Feld durch Bernd Wiesberger, Local Hero Maximilian Steinlechner und allen anderen heimischen Topspielern.
Privat finanzierte Sportgroßveranstaltung
Bemerkenswert ist aus wirtschaftlicher Sicht auch die Finanzierungsstruktur. Dass mehr als 80 Prozent der Einnahmen aus privaten Sponsorenmitteln und dem Ticketing stammen, unterstreicht den privatwirtschaftlichen Charakter der Veranstaltung. Öffentliche Sichtbarkeit, touristische Nachfrage, zusätzliche Nächtigungen und steuerliche Rückflüsse stehen damit einer Finanzierungsbasis gegenüber, die überwiegend außerhalb klassischer öffentlicher Vollfinanzierung liegt.
„Wir können uns glücklich schätzen großartige Partner für die Austrian Alpine Open an unserer Seite zu haben.“ unterstreicht Turnier-Organisator Edwin Weindorfer. „Ohne unsere Sponsoren wäre dieses Turnier nicht durchführbar. Durch ihre Unterstützung können wir als Sportevent ein wirtschaftlicher Impulsgeber mit messbaren Effekten für Beherbergung, Gastronomie, Wertschöpfung und internationale Wahrnehmung sein.“
